Mid Juiz und Liäd d'Leyt erfräid
Nach intensiver Vorbereitungsphase war nun der 8. April 2017 angebrochen, wo wir anlässlich unseres Jahreskonzertes unserem treuen Stammpublikum die Aufwartung machten. Wenn vielleicht der eine oder andere Ton nicht wunschgemäss daherkam, so war verständlicherweise etwas Lampenfieber (will mes z'guet hed wellä mache) dabei, tat aber der respektablen Leistung keinen Abbruch.
Unserem Konzerttermin schauten wir mit Besorgnis entgegen, denn rundumä waren Anlässe angesagt, die ein und dasselbe Publikum anzogen. Mit gut 500 Personen war unser Konzertabig aber ganz gut besucht, was uns zufriedenstellte.
Gute Lieder- und Juizwahl
Im Vorfeld lag unser Fokus auf den durch uns aufzuführenden Werke. Die wohlklingenden Melodien wie «Meyetag», «Schnittertanz» und «Läbesfreid» bargen aber musikalische Tücken in sich, die einen regelrechten Chrampf absetzten, von Geduldsproben bis die Töne sassen, nicht zu reden. Gemegig erklangen der «Klimsenhorn-» und der Lauelenalp-Jodel». Gehörfällig hört sich auch der aus der Feder von Josef von Rotz (Vater unserer Dirigentin) stammende «Ziäblä-Juiz» (Alp am Fusse des Hahnen) an. Nur ging das Einstudieren vo dem Juiz nicht so einfach von sich, will mä sich dett dra fascht d'Zähnd uisbissä hed. (Tondokumente die keinen aussagekräftigen Charakter haben, lassen aber auf eine geglückte Interpretation schliessen.) Wir hatten die Rolle des Gastgebers inne und waren versucht unser Bestes zu geben. Underem Strich darf me sägä: scheen und gmiätlich isch äs gsey und wägä dem darf-mä-n-ai z'friedä sey.
Kerner Jodler überzeugten
Als Gaschtklub isch der Jodlerklub «Fruttklänge» vo Chärns uf der Bihni gstande. Mä hed de gmerkt, sie hend das Engagement mid Fräid aagnu und sind im ai grächt worde. Verständlich ai dass sie Wärch vo ihrem derzeytigä Dirigänt Emil Wallimaa vortreid hend, womä sey Handschrift drusuisä gmerkt hed. Belzigi Vorjodlerinne, sehr gued bestickti Regisiter und mid sattem Chorklang hend's mit «Bi iis z'Obwaldä» «Im Läbe hed dich mängisch scho» «Bärgerläbnis» und «Mier nähmid nu eis» uf ihri Gsangschraft uifmerksam gmacht. Ä gueti Adrässi sie als Gaschtklub z'ha.
Franziska Flück, ein Versprechen
Mit beachtlichem Können wartete der seinerzeit in St. Niklausen/OW aufgegangene Jodlerstern auf. Wer so unbekümmert auf der Bühne steht ganz couragiert, sehr selbstbewusst auftritt und keinerlei nervös wirkt, wie es Franziska macht, dem fliegen die Herzen der Zuhörer zu. Sie eroberte diese auf eindrückliche Weise und wusste zu gefallen. Ihr fröhliches Singen unter Akkordeonbegleitung von Urs Burch war an diesem Abend nachem «E sunnige Morge» es «Chlyses Wunder», das sie uns bescherte. (Neben ihren Naturjuizen sang sie als Zugabe. Es darf ai eppis Chlises si.)
Buochser Alphorntöne
Der amtierende SpartenobmannAlphornbläser der UJV Thomas Odermatt mit Sohn Marcel und Fredi Frank ergibt das Alphorntrio «Enzian» aus Buochs. Als dem Repertoire etlicher Komponisten überbrachten sie Alphorntöne in den Konzertsaal und machten besten Werbung für ihr Hobby.
Waser - Käslin machid scheeni Ländlermuisig
Eb konzertant, zur Unterhaltig oder zum tanzä, das Handorgeleduett vo Beggeriäd macht das ganz souverän. Mid suibere, harmonische Teen hend's uifgwartet und mid ihrem rassige aber ai gmiätliche und liäbliche Stil d'Frind vo sehr gueter Handorgele-Muisig i ihrä Bann zogä. Wirklich ä feini Leischtig hend's erbracht, sind gärä cho und zeigt, dass es ai ohni singä vo Lumpäliädli gahd. Chasch d'Seel ai nur mid Teen la bambälä lah.
Pascal Barmettler machte seine Sache sehr gut
Der junge, sympathische Ennetmooser gefiel mit seinen kurzen, knappen aber umso informativeren Ansagen und liess den Humor nicht vermissen. Auffallend auch, wie deutlich der Jungmann ins Mikrofon sprach. Zweifelsfrei besitzt er das Rüstzeug als gewiegter Conferencier eso dass me-n-e gäbig cha la machä.
Zu guter Letzt
Auch wenn Klubpräsident Franz Käslin, das leidige Thema «Neue Klubmitglieder» ansprach, so wollen wir trotz Blick in eine sorglosere Zukunft nicht ausser Acht lassen, diese für einen kurzen Moment aufleben lassen und stimmen ein, wie wir dies am Konzert als Zugabe taten: «Lach d'Sorge Sorge si, susch gend sie niä verbii